5. Tag Bergfest-Danksagung-Eucharistie

Der Sonntag begann eine halbe Stunde später. Das Morgengebetswaldkreuz erhielt einen Waldblumenstrauß in der Kreuzmitte. Die Morgensonne machte sich auf den Weg und wir dankten Gott für die vergangene Nacht. Wir besangen das Geschenk des Lebens. Lesen, beten Sie dieses Lied ruhig einmal für sich ganz in Ruhe. Es lohn sich wirklich. Unser Kirchenmusiker Herr Flügel hat es für die Bundesweite RKW getextet und die Melodie geschrieben.

  1. Luft. Brausender Sturm oder liebliches Säuseln: nur Luft./ Kann sie nicht seh´n, doch ich könnte nicht sein ohne Luft!/ So wie die Luft bist du da Gott für uns da, jederzeit./ Sei du uns Wind in den Segeln und mach uns bereit.
  2. Feuer. Brennende Kerze und glühende Sonne aus Feuer./ Was du für Kraft hat‘s, ist mir manchmal nicht ganz geh-heuer./ So wie das Feuer brennt Gott in uns- , jederzeit./ Sei du uns wärmende Liebe und mach uns bereit.
  3. Erde. Blühendes Leben und Wüsten wie Stein, alles Erde. Vielschichtig zeigst du, was war, was grad‘ ist und was werde./ So wie die Erde trägt Gott auch uns – jederzeit./ Sei du uns fruchtbarer Boden und mach uns bereit.
  4. Wasser. Blaue Gewalten und winzige Tröpfchen aus Wasser. Ursprung des Lebens, die Welt ist zum größten Teil Wasser./ So wie das Wasser macht Gott uns rein,- jederzeit./ Sei du uns sprudelnde Quelle und mach uns bereit.

Für den Inselgottesdienst hat sich Weihbischof Dr. Heinrich angesagt. Die traditionelle zinnowitzer Altararena füllte sich. Um 11 Uhr begann der Gottesdienst. Zwei unserer Ministranten waren bei den 14 Minis dabei. Lara trug die alttestamentliche Lesung mit viel Empathie vor. Abraham verhandelt mit Gott und rettet wegen 10 Gerechten in der Stadt Sodom vor dem Untergang. Unsere Freunde Terra, Florian, Ronaldo und Ruth statteten dem Gottesdienst einen Besuch ab und der Weihbischof brachte ein Labertier mit. Kurzweilig wurde klar: Das Vater unser oder ein Gespräch mit Gott braucht die Erdverbundenheit, damit das Leben zur Sprache kommt, das Feuer des Heiligen Geistes, den Atem des Lebens und das Wissen, das unsere Lebensquelle Gott ist. Labern ist out.

Nach dem üppigen Mittagessen mit einem Eis zum Abschluss gings zur Wasserschlacht. 2500 Wasserkugeln machten alle Spass. Nur der Beginn war etwas überraschend in der heißen Mittagssonne.

Das Gestalten und Basteln der Erinnerungsstücke machte allen Freude. Manche schafften sogar drei Exponate.

Am Abend verhandelten wir mit Gott unseren Dank für das Beieinandersein. Mein Seelenlicht wurde ganz ruhig und flüsterte: Danke mein lieber Gott für diesen wunderschönen Tag. Gute Nacht.