RKW 2016, Donnerstag 25.8. Meinst du mich?

Die Nacht war etwas kurz geraten, besonders bei den Jungen. Die Aufregung hier zu sein und die Insel zu genießen war zu groß. Dennoch der Morgen gelang. Die Sonne schien und um 8.00 waren alle zum Morgengebet im Wald. Danke Gott für diesen Morgen, so sangen wir unseren Dank für die Nacht und uO2Donnertaginternet2nsere Bitten für den Tag. Das NaturArtKreuz in der Mitte unseres Gebetskreises war gefüllt mit vielen kleinen Teilen aus dem Wald. Jedes stand für einen Wunsch, einen Gedanken, eine Bitte. Das Frühstück war lecker zwischen Nutella, Marmelade, Milch, Kakao, Käse in verschiedenen Variationen an Tomate und Gurke von den Kindern liebevoll zum Morgenbuffet zusammengestellt.

O2DonnertaginternetDann kam Jona und Jobina ins Spiel und die große Stadt. Jobina erscheint wie die innere Stimme des Jona. Was sie sieht, sagt sie. Sie kann kein Blatt vor den Mund nehmen, sondern sagt, was gesagt werden muss, zum Beispiel, dass mit der Stadt Ninive etwas nicht stimmt und das Gott nicht nur zu einem auserwählten Teil der Menschen spricht, sondern zu allen – auch zu Jona. Und die Stadt Ninive und die Art und Weise wie die Menschen dort leben, ist zum Untergang verurteilt. Dass spürt Jona und er erhält den Auftrag, das zu ändern … und er haut ab. Meinst du mich? Mich meinst du bestimmt nicht. Daran, dass er gemeint ist, hat er zu knabbern.

Vielleicht geht es Ihnen ja auch so: Da steht man auf einmal vor einer Aufgabe, die man sich nicht ausgesucht hat und die es zu bewältigen gilt. Das ist dann so konkret, das ich nicht ausweichen kann. Das Kind das geboren werden möchte, die Familie, die so ganz anders ist als ich das mir mal erhofft hatte oder die Arbeit, die nicht so läuft, wie geplant, die Krankheit, die mir gar nicht passt und alle Kraft saugt oder oder oder … In kleinen Gruppen dachten wir darüber nach. Es wird deutlich Gott meint mich wirklich als Kind, als Erwachsener, als Mensch in dieser Welt zu dieser Zeit.

Das Mittagessen Nudeln mit Tomatensoße und ein Hacksteak hat allen gemundet und uns für den Strand stark gemacht. Sonne, blauer Himmel, angenehm kühlendes Ostseewasser und der super Strand war nun unser. Mit Tauziehen, Base- und Strandfußball mit Reifenbadespass und Strandsandbuddel hatten wir einen wunderschönen Strandnachmittag. Nachdem Abendbrot hieß es dann Geländespiel. Wissen, Ortskenntnis, Glück und Schnelligkeit, Teamgeist und Nachdenken sind gefragt. Nach einem voll schönen Tag weiß ich nun. Gott meint mich. Und ich muss mir das noch mal überlegen.

Gute Nacht lieber Gott. Ich male dir zum Abendgebet ein Bild von diesem Tag als Dank.