Montag, 13.8. Setz dich ein

Montag, 13.8. Setz dich ein – Gott stärkt uns im friedlichen Umgang miteinander

Die Sonne scheint. Der Tag beginnt. Wir kommen zum Morgengebet unter die Kiefern zum Naturkreuz. Wir singen unserem Geburtstagskind: Wir wünschen dir, dass Gott dein Leben leite. Beim Frühstück gibt es frische Brötchen und alles, was der Kühlschrank am Montag so hergibt, und es bleibt noch übrig. Unsere Runde mit Mara und Franz signalisiert, das Frieden stiften nicht so leicht ist. Der friedliche Umgang miteinander ist aller Wunsch und doch so schwer zu realisieren. Bischof Otto kenn das noch aus seiner Zeit. Es ist eine Aufgabe für das ganze Leben Frieden zu stiften. Die Gruppenaufteilung geriet etwas durcheinander und brauchte eine gewisse Zeit und die Bemühung aller, bis jeder und jede seinen Ort gefunden hatte. Wieder wurden die Seligpreisungen in den kleinen Gruppen besprochen und kreativ erläutert. Jetzt fügt sich das Erkenntnisbild langsam zusammen. Wie Menschen nachhaltig glücklich, d.h. selig werden, ist ein Lebensvorgang, der tief in unserer Sehnsucht verborgen ist und unser ganzes Leben mit Gott verbindet.

Zum Mittag gab es heut Königsbergerklöpschensuppe. Eine wirklich leckere Angelegenheit. Das Geburtstagseis von Dominik schmeckte auch allen und krönte den Yogurtdessert. Am Nachmittag gings in die Stadt zum Stadtgeländespiel. In kleinen Gruppen ging es auf Gruppenleitersuche in der Stadt. Den richtigen gefunden, musste die Gruppe eine Aufgabe erledigen und erhielt ein Puzzelteil aus dem am Ende jeweils ein Smiley entstand. Klar grenzt sich heute die stürmische See vom Himmel ab. Die Strandwanderung war deshalb ein im Sonnenwindwellenmeersandgenuss. Am Ottostrand angekommen, stürzten sich die Mutigen in die Gischt schäumenden Wellen. Das Abendbrot hatten wir uns so verdient. Es fehlte auch an Nichts: verschiedene Brotsorten, Brötchen, Heringshappen in Dill, Hering in Tomatensauce, Gurken, Tomaten, Ei, vier Wurstsorten, Yogurtfruchtdessert, Naschobst: Äpfel, Kivi, Bananen und verschiedene Teesorten. Voll gestärkt gings nicht wie geplant ans Lagerfeuer. Das muss aus Waldbrandschutzgründen abgesagt werden. Wir gingen in den Wald und suchen den geklauten Schatz. Das hatte seine Schwierigkeiten. Der eine Suchtrupp fand die Markierung nicht wirklich und der andere fand den Zielort aber den Schatz nicht. Es entbrannte dann eine Diskussion über die Frage: Wem gehört der Schatz? Und welche Verantwortung haben die Besitzer für den Frieden? Das war echt interessant, was da an Argumenten und Problemen diskutiert wurde. In diesem Waldspiel spiegelt sich so manche Situation in unserer politischen Welt wieder. Der Versteckgruppe wurde dieser Schatz genauso geschenkt, wie der Suchgruppe? Beide haben für das Dasein des Schatzes nichts getan. Lediglich die erfolgreiche Versteckaktion soll für den Besitz ausschlaggebend sein? Ist es nicht nur das Recht der Verteilung, was durch die Aktivität verdient worden ist? Mit diesen Gedanken im Abendgebet haben wir gedankt und den Segen zur Nacht empfangen. Danke lieber Gott.