Samstag, 11.8. Hab die richtige Idee

Samstag, 11.8. Hab die richtige Idee – Gott steht uns bei, wenn wir uns für Gerechtigkeit einsetzen
Wieder ein Geburtstagskind, wieder dreimal hoch beim Morgengebet, wieder – nach anfänglicher Diskussion mit dem Kandidaten – Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen, Gesundheit und Freude, das schenke dir Gott. Dann ging das Morgengebet weiter. Das Naturkreuz hat einen Ehrenkranz aus Naturmaterialien bekommen. Jeder hat etwas zur Mitte gebracht. Ein schönes Sinnbild für Gebet: Das Leben in die Mitte tragen und vor Christus den Gekreuzigten und Auferstanden niederlegen – zu Ehre, zum Dank, zur Bitte.
Das Frühstück war lecker und vielfältig. Die Aufräumzeit in den Zimmern musste verkürzt werden, denn es hatte sich unser Erzbischof Dr. Heiner Koch zu einem kleinen Besuch angemeldet. Den haben wir dann auch singend empfangen: Selig, Selig die arm sind vor Gott und auf seine Hilfe baun … die zu allen barmherzig sind und nicht auf Gewalt vertraun … Gott wird für sie sorgen. Er ist da Heute und Morgen, jedes Jahr selig …
Mara und Franz haben dann durch den Traum mit Bischof Otto unseren Erzbischof sichtlich beeindruckt. Er musste dann Stellung nehmen: Welche Idee hast du, damit die Welt gerecht wird? Da kam der Dr. Heiner ganz schön ins Schleudern … Auch die Frage, was er gegen die Wespenplage empfehlen würde? Er entschied sich, wie wir übrigens schon die ganze Zeit, für deeskalierende Maßnahmen. Dann gab es Katechetischegruppenfotos mit dem Erzbischof und wir gingen entsprechend den Landkarten Notizen des Bischofs Otto in unsere Gruppen, um durch verschiedene kreative Angebote die Seligpreisungen tiefer zu verstehen. Ein Junge war in seiner Gruppe etwas unterfordert und machte dann bei mir eine Einzelreflexion über die Seligpreisung: “Selig, die traurig sind, sie werden getröstet.” Er schrieb:

Durch das Erkennendes Grundes der Traurigkeit kann man zum Trost kommen. Hat man den Grund der Traurigkeit gefunden, so führt man ein Gespräch über den Grund. Man führt das Gespräch in der Seele ganz tief in Verbindung mit Gott. Und dann kommt aus der Seele heraus der Trost in den Körper.
Als er mir das vorlas, bat ich um ein konkretes Beispiel. Er schrieb weiter:
Der Grund der Traurigkeit kann zum Beispiel ein verlorenes Fussballspiel sein. Man spricht über das Spiel und kommt zum Trost.
Ich fragte: „Ein Fussballspiel ist Grund zur Trauer? Da gibt es doch Gründe, die sehr persönlich berühren.“ Er: „Der Tod oder Krankheit? … So tief wollte ich dann doch nicht gehen.“
Ich bedankte mich für diese Erkenntnisse. Er: „Ich danke auch.“
Nach diesem für mich einprägsamen Vormittag gab es zum Mittagessen Hähnchen Cordon bleu Mischgemüse, Schlupfnudeln und Tomatensauce. Zum Dessert wurde Karamellpudding gereicht. Alles aufgegessen, nichts war übrig.
Am Nachmittag hieß es endlich shoppen in Zinnowitz. Alle gingen gemeinsam los. Am Stadtpark wurden Gruppen auf die Gruppenleiter verteilt, um die City nicht zu überfordern. Dennoch landeten alle früher oder später beim EDEKA, um sich die preisgünstigen 1,5l Flaschen Getränke zu kaufen. Einer hatte nämlich errechnet, dass man gegenüber dem Kiosk in St. Otto echt Gewinn macht. Also wurden die Getränke in allen zur Verfügung stehenden Taschen, Beuteln und Rucksäcken – einige auch gegen Trägergebühr unversteuert – erst zur Seebrücke, dann im Kurzrstarkregen durch den Wald sicher nach Hause gebracht, wo nach dem Abendbrot bei der Neonparty die Getränke vom Haus frei zum Genießen waren. Voll Tanzschweiß getunkt haben wir in der Kirche für diesen schönen, erlebnisreichen, vollen Tag Gott gedankt.

Danke lieber Gott. Gute Nacht. Pass auf uns und unsere Eltern und Geschwister auf. Amen.