Worte für den Tag – Freitag 16. März

Noch 14 Tage dann feiern wir in den Heiligen Drei Tagen dem Triduum Sacrum der christlichen Tradition gemäß Ostern. Es ist das Fest des Lebens und der Zukunft. In der Vorbereitung darauf gibt es viele Möglichkeiten dem Leben im Leben einen neuen Platz zu geben. Ich habe die große Freude im Gottesdienst Kinder zu erleben, die begeisternd in die Hände klatschen und aus voller Kehle singen:
Die Gott lieben werden sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht.
Im alttestamentlichen Buch Richter findet sich dieser wunderbare Satz, der diesem programmatischen Lied von Peter Strauch seinen Refrain gab. In den Strophen entfaltet sich die ganze Kraft dieses Verses, den die Kinder mit Inbrunst kindlich naiv singen. Die Liedstrophen erzählen von Tränen und Feindschaft, von Krieg und Terror, von Dunkelheit und Schmerz. Schnell merke ich, dass das kein Kinderlied ist, sondern ein Lied von Kindern für die erwachsene Welt. Es ist der Aufruf. Tut bitte alles das Feindschaft Gewalt und Unrecht aus der Welt geschafft wird, damit die Hoffnung siegt und Recht bekommt, damit Licht wird und die Sonne siegt, die zu lieben das Leben gebiert. Die Dunkelheit besiegen, das hört sich sehr groß an. Es beginnt aber im ganz Kleinen Unscheinbaren auch im Detail meines Lebens auch heute. Nehmen wir uns die Zeit, den Dunkelheiten des Alltags zu begegnen und Licht ins Dunkel zu tragen: das liebe Wort zu sprechen, die hilfreiche Geste zu tun, den ermunternden Blick zu wagen, das Freude bringende Lächeln zu zeigen, das erlösende Wort über die Lippen zu bekommen oder die Zeit für das stille Gebet zu haben.
Die Gott lieben werden sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht.
So ändert sich die Welt, weil sie eintaucht in das Licht der wunderbaren Sonne der Liebe.
Einen Licht erfüllten Tag wünsche ich Ihnen.