Worte für den Tag – Samstag 17. März

Die vierte Fastenwochen geht heute zu Ende. Noch sind es 13 Tage bis zum Osterfest, dem Lebensfest der Christenheit. Das Leben hat die Kraft Wunden zu heilen. Durch mein Verhalten durch meine LebensArt – meine LebensKunst – kann ich diese Lebenskräfte lähmen oder stärken und aktivieren. Die Fastenzeit ist mir dabei eine jährliche Hilfe diesen verborgenen Kräften der Schöpfung nachzuspüren, sie freizulegen und aus ihren Quellen mein Leben neu zu feiern. Viele Lebensvorgänge können diesen Weg des Lebens mir symbolisch vor Augen führen: der Wechsel von Nacht und Tag und der Jahreszeiten, mein Atemrhythmus und mein Herzschlag sind dabei mich ständig begleitende Lehrmeister des Lebens. Mit innerer Aufmerksamkeit werde ich wach und entdecke das Licht im Dunkel, das Leben im Tod. So werde ich bei den Festvorbereitungen Jahr für Jahr in die zentralen Lebensthemen geführt: Wo komme ich her? Wo geht mein Leben hin? Welche Bedeutung hat der Tod? Welche Dimensionen des Lebens gibt es? Welche sind mir verborgen und lebe dennoch aus ihnen? Welche Auswirkungen hat das für unser mitmenschliches Zusammenleben? Wie ist es mit meiner Einmaligkeit und Individualität, meiner Freiheit und Verantwortung? Wie verhalte ich mich dem Geschenk des Lebens gegenüber? meiner selbst? meiner Mitmenschen? der Schöpfung? des Lebens? Für mich sind diese Fragen so etwas wie eine Orientierungshilfe im Alltag. So kann ich Wichtiges von Banalem unterscheiden, Prioritäten setzen und auch manches Schwierige und Ungelöste mit Geduld tragen. Hinter allem lebt für mich das Leben, die Zukunft in Frieden und Liebe. Keine Dunkelheit der Welt vermag dieses Geheimnis der Hoffnung zu zerstören. Ostern kommt, das Licht, das Leben. Diese unbändige Zuversicht wünsche ich ihnen von Herzen auch wenn der Weg zum Osterfest noch einige Tage dauert. Am Ende siegt das Leben und das ist wunderbar. Vielleicht können sie es in ihrem Tag an den tausend Kleinigkeiten und Wundern entdecken und sich daran erfreuen und diese Freude weiterschenken.